Rollon weiht neuen Firmenstandort ein und stellt Wachstumsstrategie vor

Etwas zu feiern gab es am 13. Juni 2013 anlässlich der offiziellen Einweihung des neuen Rollon-Standortes in Düsseldorf-Benrath. Neben den Feierlichkeiten mit Kunden, Geschäftspartnern und Presse umriss Geschäftsführer Rüdiger Knevels in einem Vortrag Strategie und Ziele für die weitere Entwicklung des Komplettanbieters für Lineartechnik. Im Mittelpunkt stand zunächst die Besichtigung des neu errichteten Firmengebäudes.

Der neue Rollon-Standort offenbart aus der Luft betrachtet die flexiblen Erweiterungsmöglichkeiten. Bisher hat der Komplettanbieter für Lineartechnik die linke Hälfte des vorderen Gebäudes bezogen.

Der SEGRO Park Düsseldorf-Süd wurde innerhalb kürzester Zeit als moderner Gewerbepark auf 16 Hektar eines nicht mehr genutzten Gewerbestandortes errichtet. Das Areal liegt zwischen dem Reisholzer Hafen, dem Industrieterrain des Düsseldorfer Südens und der durch Schloss und Park bekannten Residenz Benrath. Im November 2012 unterzeichnete Rollon den Mietvertrag, bis zum Februar 2013 erfolgte der Gebäudeausbau, ab März 2013 zog die Rollon GmbH von ihrem mittlerweile erfolgreich veräußerten Ratinger Standort in die neuen Räume, in denen sowohl der Produktions- als auch der Bürobetrieb auf größerer Fläche neu eingerichtet und optimiert wurden. Die Gesamtfläche von 2.898 m² verteilt sich auf 915 m² für Produktion und Lager, 744 m² für die Montage und 1.228 m² Büros (11 m² andere Flächen).

Der alte Standort wies nicht nur ungünstige Flächenverhältnisse auf, er war auch schlicht zu klein geworden und platzte buchstäblich aus allen Nähten. Aufgrund der Lage gab es in unmittelbarer Umgebung aber keine Erweiterungsmöglichkeit. So ging Rollon vor der weiteren Expansion der Vertriebsorganisation stehend den Weg in einen flexibel erweiterbaren Neubau, der große Besprechungsräume für Kundenveranstaltungen, ein angenehmes Arbeitsumfeld für die Mitarbeiter und Besucher sowie eine Präsentationsfläche für diverse Messexponate bietet. Konstruktion, Vertrieb, Service und alle übrigen Abteilungen können jetzt in großzügigen und sinnvoll organisierten räumlichen Verhältnissen arbeiten, gleiches gilt für Produktion und Lager. Der vorläufig letzte organisatorische Schritt in der neuen Halle war der Montagestart für Linearachsen zur Verkürzung der Lieferzeiten. Auch einer besseren Arbeitssicherheit und Umweltaspekten wurde Rechnung getragen. So ist das Gebäude nach neuesten energetischen und gebäudetechnischen Standards errichtet. Wenn auch der neue Standort in Folge der Rollon-Wachstumsstrategie zu klein wird, bietet der Gewerbepark in Benrath individuelle Erweiterungsoptionen.

Blick bleibt weiter nach oben gerichtet
Rollon wird weiterhin vor allem den Service in den Mittelpunkt seiner Aktivitäten stellen und hier insbesondere auf die Konzeption flexibler Lösungen für die Praxisanwendungen der Kunden setzen. Der einfache Handel mit "Lineartechnik von der Stange" passt weder zum Servicegedanken noch zum Innovationsanspruch des international aufgestellten Mittelstandsunternehmens. Das Umsatzwachstum der Rollon Gruppe zeigt den Erfolg dieser Einstellung. Bereits 2010, also nur ein Jahr nach der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise, konnte das bis dahin höchste Umsatz-Niveau mit 16,6 Millionen Euro wieder erreicht werden. Seitdem ging es steil nach oben, sodass 2012 bereits 24,1 Millionen Euro Umsatz erreicht wurden. Für das laufende Jahr werden 26 Millionen prognostiziert. Knevels gab auch einen Ausblick auf den Business-Plan bis 2017. Demnach kalkuliert man bei der Rollon GmbH mit weiteren 50 % Wachstum auf 36 Millionen Euro in den kommenden vier Jahren.

Wachstum auf breiter Basis angestrebt
Um dieses Ziel nachhaltig zu erreichen, setzt Rollon auf mehrere Standbeine. Das Basiswachstum soll aus dem breiten Kundenstamm und hochwertigen Key Account-Kunden generiert werden. Dazu werden auch die weltweiten Vertriebspartner ihren Beitrag leisten. Hinzu kommt die Neukundengewinnung. Knevels strebt aber darüber hinaus ein dynamisches Wachstum in neuen Industriezweigen und Branchen an, in denen Rollon bisher noch nicht systematisch aktiv war. Auch das Exportgeschäft wird aktuell bereits gezielt weiter ausgebaut. Zusätzliche Synergien nutzt der Lineartechnik-Spezialist in Cross Application-Projekten, bei denen geeignete Lösungen anwendungsübergreifend in verwandten Einsatzgebieten implementiert werden. Im 2011 von Elmore erworbenen Linearachsgeschäft hat die Führung der Rollon Gruppe noch Wachstumspotenziale ausgemacht. Das komplette Rollon-Sortiment wird auch weiterhin um neue Produkte ergänzt und erweitert, damit schon aus dem Standardsortiment so viele Anwendungsfälle wie möglich mit passenden Linearführungen und Achsen abgedeckt werden können. Geschäftsführer Knevels schließt weitere strategische Akquisitionen nicht aus und sieht auch im OEM-Geschäft attraktive Potenziale für einen ausgewiesenen Qualitätsanbieter wie Rollon.

Konkrete Maßnahmen für optimalen Service
Strategien für die Marktbearbeitung sind das eine, doch sie müssen auch mit einer weiteren Stärkung der Organisation einhergehen, um den Kunden nicht nur besseren, sondern optimalen Service zu bieten. Mittelfristig werden deshalb alle Kataloge und die Website in 15 Sprachen verfügbar sein. Dank dezentraler Produktionsstätten will Rollon bei den Lieferzeiten eine Spitzenposition einnehmen. Unter anderem werden in der neuen Düsseldorfer Niederlassung schon verschiedene vormontierte Linearachsen in der kundenspezifischen Länge und Ausstattung endmontiert, um die Kundenbestellung schneller ausliefern zu können.

Die komplette Produktpalette wird weltweit verfügbar sein mit Unterstützung durch ein flächendeckendes Netz von Anwendungsingenieuren weltweit und Branchenspezialisten in jeder Niederlassung. Die Produkte selbst werden in dreierlei Hinsicht kontinuierlich überarbeitet: Die Leistung der Kernprodukte wollen die Rollon-Ingenieure steigern, die Produktrange wird erweitert, um "alles aus einer Hand" anbieten zu können, außerdem soll einhundertprozentige Flexibilität für kundenspezifische Lösungen geschaffen werden. Just-in-time-Lieferungen und Kundenseminare runden das Maßnahmenpaket ab. Dass Rollon dem Kunden intensive technische Unterstützung bei neuen Projekten gibt, Konstruktionskapazitäten bereitstellt und bei kundenspezifischen Neuentwicklungen auch die erforderlichen Lebensdauer- und Belastungstests durchführt, gehört zum Servicegedanken des Komplettanbieters. Hierfür nutzt Rollon auch die enge Kooperation mit Entwicklungspartnern wie Universitäten und Instituten.

Auf dem Weg in die Zielmärkte dabei
Als Komplettanbieter für Lineartechnik ist es für Rollon besonders wichtig, die Kunden in ihre Exportzielmärkte zu begleiten und vor Ort präsent zu sein. Lineartechnik ist ein beratungsintensives Geschäft. Von dem überlegenen Applikations- und Engineering-Know-how der Rollon Gruppe und dem ständig wachsenden Portfolio aus Linear- und Teleskopführungen sowie Linearachsen können die exportorientierten deutschen Kunden so am besten profitieren. Rollon baut deshalb wie erwähnt seine Präsenz in den wichtigsten Märkten mit eigenen Vertriebsmitarbeitern weiter aus. Die Rollon-Strategie, individuelle Anwendungsberatung und -entwicklung für Direktkunden aus einer Hand anzubieten, hat sich bewährt und ist einem reinen Exporthandel mit externen Partnern klar überlegen. Den Ausbau des Auslandsgeschäftes der Rollon Gruppe organisiert federführend die deutsche Rollon GmbH aus Düsseldorf mit zusätzlicher Manpower unter der Leitung von Geschäftsführer Rüdiger Knevels. Sie verfügt im Exportaufbau über hervorragende Expertise. Der Fokus liegt dabei auf den BRIC-Staaten. In Brasilien, Russland und Indien ist Rollon mit einem Distributor vertreten. Den Distributoren in Brasilien und Russland steht je ein eigener Vertriebsingenieur zur Seite, in Indien wird das Personal derzeit um zwei Vertriebsingenieure aufgestockt. In China wird zurzeit eine Niederlassung gegründet, die mit zwei bis drei Vertriebsingenieuren besetzt wird und ein eigenes Distributionszentrum erhält.