Chiavette Unificate, ein Unternehmen der Rollon-Gruppe, das sich auf die Entwicklung und Herstellung von Gelenkköpfen und Drehkomponenten spezialisiert hat, arbeitet mit UniBo Motorsport, dem Rennteam der Universität Bologna, zusammen. Mit über 350 Studierenden aus den unterschiedlichsten Fachbereichen und mit vielfältigen akademischen Hintergründen zählt das Team zu den am besten strukturierten und dynamischsten Gruppen in der internationalen Hochschul-Motorsportszene.
In diesem Rahmen nehmen die Studierenden jedes Jahr an einem projektbasierten Programm teil, in dem sie Hochleistungsfahrzeuge entwerfen, entwickeln und bauen und dabei sowohl theoretisches Wissen als auch praktische Fähigkeiten in einem Umfeld anwenden, das die Dynamik der Automobilindustrie genau widerspiegelt.
Jede Saison arbeitet das Team an drei unterschiedlichen Prototypen: dem Verbrennungsauto „Genesi“ und dem Elektroauto „Visione“, die beide für den Formula-SAE-Wettbewerb – einen der weltweit renommiertesten Ingenieurswettbewerbe – entwickelt wurden, sowie dem Elektromotorrad „Vega“, mit dem UniBo Motorsport drei Jahre in Folge den MotoStudent-Weltmeistertitel gewonnen hat.
„Unser Ziel ist es, Studierende auszubilden, die nicht nur technisch versiert sind, sondern auch ein praktisches Verständnis für die Berufswelt mitbringen“, erklärt Beatrice Barbieri, Sponsoring-Managerin bei UniBo Motorsport. „Durch die Arbeit an realen Projekten und den täglichen Austausch mit etablierten Unternehmen können wir das, was wir im Unterricht lernen, in Fähigkeiten umsetzen, die sofort anwendbar sind.“
Das neue Hybridauto Albirea, eine Weiterentwicklung von Genesi
Aufbauend auf den mit Genesi gesammelten Erfahrungen hat das Team mit technischer Unterstützung von Rollon Chiavette Unificate ein neues Hybridauto namens Albirea entwickelt. Das Modell wurde am 23. Juni im Rahmen der jährlichen Unveiling-Veranstaltung, bei der die Prototypen für die Saison 2026 vorgestellt werden, offiziell der Öffentlichkeit präsentiert.
„Das Team benötigte Gelenkköpfe zur Integration in die Carbonrohre, die die Räder mit dem Chassis verbinden“, erklärt Matteo Pitoni, Leiter für Forschung, Entwicklung und Anwendungstechnik bei Chiavette Unificate. „Die zuvor verwendeten Lösungen neigten dazu, bereits nach kurzer Nutzungsdauer übermäßiges Spiel zu entwickeln, was sowohl die Genauigkeit als auch die Gesamtleistung des Fahrzeugs beeinträchtigte.“
Die Formula SAE bewertet nicht nur die Leistung auf der Rennstrecke – durch dynamische Disziplinen wie Beschleunigung, Skidpad, Autocross und Ausdauer –, sondern beurteilt auch statische Aspekte wie die technische Konstruktion, die Kostenanalyse und die Geschäftsplanung.
„Es ist ein äußerst umfassendes Umfeld, das den Betriebsablauf eines echten Automobilunternehmens nachbildet“, sagt Pietro Pasquinucci, der Spezialist für Fahrzeugdynamik und Steuerungssysteme des Teams. „Neben ingenieurtechnischem Fachwissen sind organisatorische, finanzielle und kooperative Fähigkeiten unerlässlich.“
Ein besonders kritischer Bereich ist die technische Abnahme, die sowohl vor als auch nach den Rennveranstaltungen durchgeführt wird.
„Früher konnten wir die ersten Kontrollen zwar bestehen, doch nach etwa 20 km Ausdauertest trat ein übermäßiges Spiel in den Gelenkköpfen auf“, erklärt Pasquinucci. „Dies führte zu Problemen bei den Endkontrollen und veranlasste uns schließlich, nach einer zuverlässigeren Lösung zu suchen, die wir mit Unterstützung von Chiavette Unificate gefunden haben.“
Die technische Lösung: Tescubal®-Gelenkköpfe
Nach einer eingehenden technischen Analyse schlug Chiavette Unificate den Einsatz von Tescubal®-Gelenkköpfen vor, die so konstruiert sind, dass sie eine reibungslose Bewegung und ein minimales, über die gesamte Lebensdauer stabiles Spiel gewährleisten.
„Die wichtigste Anforderung war es, ein kontrolliertes Anfangsspiel zu erreichen, das über die gesamte Lebensdauer des Bauteils konstant bleibt“, sagt Matteo Pitoni. „Tescubal-Gelenkköpfe erfüllen diese Anforderung dank ihrer hohen Fertigungspräzision und Zuverlässigkeit, selbst unter anspruchsvollen Betriebsbedingungen.“
Die Tescubal®-Gelenkköpfe, die in den Verbindungselementen zwischen den Rädern und dem Fahrwerk sowie im hinteren Kettenspanner verbaut sind, haben dazu beigetragen, sowohl die Fahrzeugstabilität als auch die Leistungsbeständigkeit deutlich zu verbessern.
„Wir hatten die Gelegenheit, sie während eines Formula-SAE-Rennens auf dem Michigan International Speedway in den Vereinigten Staaten zu testen“, fügt Pasquinucci hinzu. „Die Ergebnisse waren sehr positiv: Wir hatten keine Probleme mit übermäßigem Spiel, und die technischen Abnahmen wurden ohne Schwierigkeiten bestanden.“
Eine Brücke zwischen Hochschule und Industrie
Die Zusammenarbeit mit UniBo Motorsport ist Teil des umfassenden Engagements von Rollon zur Unterstützung akademischer Projekte und studentischer Vereinigungen mit dem Ziel, die nächste Generation von Ingenieuren zu fördern.
„Wir sind fest davon überzeugt, dass Initiativen wie diese eine sinnvolle Möglichkeit bieten, junge Menschen in ihrer beruflichen Entwicklung zu unterstützen“, sagt Federico Banti, Group Director of Marketing & Business Development bei Rollon. „Die Zusammenarbeit mit Organisationen wie UniBo Motorsport ermöglicht es uns, hochspezialisierte Fähigkeiten zu fördern und gleichzeitig die Verbindung zwischen Hochschule und Industrie zu stärken.“
Das neue Albirea-Hybridauto wird ab dem 24. Juli auf dem Red Bull Ring in Österreich beim FS Austria-Wettbewerb auf die Strecke gehen, wo die monatelange Arbeit endlich auf die Probe gestellt wird. Das Team konzentriert sich darauf, ein Auto fertigzustellen, das auf höchstem Niveau unter den europäischen Hybridteams mithalten kann, wobei der Schwerpunkt auf Zuverlässigkeit liegt. Das Ziel ist es, die Leistung des Vorjahres zu verbessern, indem mehrere wichtige Neuerungen eingeführt werden, die auf den Erfolg bei den dynamischen Wettbewerben ausgelegt sind.

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